Der schönste Tag im Leben soll sie sein die Hochzeit. Doch dann kommt Corona und verdirbt dem Menschen den Gang vor das Standesamt. Aufgrund von Distanzbeschränkungen und gesetzlichen Vorgaben die in 2021 gelten und galten, mussten so einige Eheschließungen unterhalb ihre Potenzials zurückbleiben. Zumindest was die Anzahl der Gäste und den Ort der Trauung angeht. Viele Brautpaare sind deswegen enttäuscht und teils verbittert. Denn eigentlich hatte man sich alles ganz anders vorgestellt. Doch das muss nicht so sein. Wir zeigen auf, wie das Corona-Virus das Thema Hochzeit 2021 verändert, wie Sie doch noch zu einer schönen Feier kommen könnten und wie man damit umgeht, dass nicht alles so läuft wie geplant.

Hochzeit feiern im Jahr 2021 was war anders?

Im Sommer 2020 dachte man, dass die Sache mit der Corona-Infektion schon wieder im Griff ist. Die Inzidenzen sanken in eine unbedeutende Größenordnung. Doch im Herbst zogen die Zahlen an, bis sie zur Weihnachtszeit einen fürchterlichen Rekord erreichten. Somit begann 2021 unter den bösest möglichen Vorzeichen. Und so kam es auch. Fast alles wurde abgeriegelt. Treffen mit anderen Personen wurden auf ein Minimum beschränkt. Es gab Phasen mit nächtlichen Ausgangssperren. Zudem durfte man sich mit maximal einer anderen Person aus anderen Haushalten treffen. Einkaufen – nur mit Mund-Nasen-Schutz. Die Gastronomie war zu, eine Eheschließung mit anschließender Feier undenkbar. Wer sich das Ja-Wort geben wollte, der durfte quasi alleine als Brautpaar, ohne Anhang ins Standesamt gehen. Kirchliche Trauungen waren ebenfalls nicht realisierbar.

Doch dann kam der Frühling und die Maßnahmen wirkten. Gegen Mai waren die Corona Zahlen wieder besser. Also wurden die ersten Lokalitäten wieder geöffnet. Kinder durften wieder mit anderen Kindern spielen und in geschlossenen Räumen lernen. Stück für Stück kamen die Möglichkeiten zurück. Es galt der Grundsatz: jede Stadt oder Gemeinde, die eine bestimmte Inzidenz in Richtung unten erreicht hatte, durfte immer mehr Freiheiten zurückgeben. Bei den Standesämtern machte sich das bemerkbar. Die Eheschließungen nahmen wieder zu. Viele Brautpaare hatten ihre Termine zu einem späteren Zeitpunkt verschoben – sofern das möglich war.

Vorbei war Corona aber noch nicht. Der Experte für Hochzeit feiern Minden berichtete uns, dass deshalb in diesem Zeitraum eine hohe Nachfrage an Trauungen unter freiem Himmel vorgeherrscht hat. Dies war in den warmen Monaten 2021 einfach die beste Lösung. Den die Corona-Regeln waren deutlich liberaler. Unter gewissen Umständen war nicht mal mehr die Maske notwendig. Für viele überdachte Locations galten dagegen immer noch die verschärften Regeln. Daher suchten Paare nach Optionen, um ihren Gästen eine Feier in der Natur zu bieten. Hierfür wurden zum Beispiel vermehrt Zelte gemietet. Auch diese Branche hatte viel zu tun. Für kurzentschlossene Menschen auch heute noch eine Option. Wobei die Uhr tickt…

Denn es könnte sein, dass der Traum von der Eheschließung unter blauem Himmel bald wieder endet. Es ist nun bald Herbst 2021, und wie schon im Jahr zuvor steigen die Zahlen seit August 2021 wieder an. Zwar gibt es in der Bevölkerung viele geimpfte und Genesene, die als nahezu vollständig immun gelten. Doch die Quote reicht noch nicht aus, um das Leben wieder so zu leben wie zuvor. Wer den Gang zum Standesamt noch nicht geschafft hat, der wird sich nun wohl wieder an strengere Vorgaben für die Hochzeitsfeier gewöhnen müssen. Hinzu kommt das Problem, dass es bei schlechtem Wetter ohnehin kaum machbar wird die Gäste für die eigene Heirat im Freien unterzubringen.

Aber diese Dinge stehen noch in den Sternen und wir hoffen alle das Beste für die verbliebenen Monate des Jahres. Der amerikanische Chefvirologe Fauci ist der Überzeugung, dass ab Frühling 2022 wieder Normalität herrschen könnte. Hoffen wir, dass er mit seiner Expertise in Sachen Corona-Pandemie recht behält.

Traumhochzeit in Zeiten von Covid-19 geplatzt – was tun?

Eines der typischen menschlichen Eigenschaften ist es die Realität nur schwer zu akzeptieren. Wir haben einen Traum davon, wie das Leben aussehen wird. Und dann kommt Corona und zeigt uns, dass wir gegen die Kräfte der Natur manchmal komplett machtlos sind. Die Daoisten sagten schon immer, dass diese natürliche Energie einfach agiert und die Menschen wie “strohene Opferhunde” behandelt. Sie nimmt keine Rücksicht auf unsere Wünsche, egal ob gut oder böse oder ob Erwachsen oder Kind. Ihrer Ansicht nach ist es die Kunst des Lebens von Anfang an einzusehen, dass wir so eine Macht nie hatten. Dann lassen sich diese Dinge leichter ertragen. Wem das zu philosophisch und abgehoben klingt, der sollte versuchen die Perspektive in eine heilsamere Richtung zu lenken. Der Gang zum Standesamt und die Hochzeitsfeier, es sollte alles so schön sein, alles so perfekt. Viele Gäste kommen – Freunde und Familie. Es soll eine riesige Feier geben. Und jetzt ist es vorbei? Halb so wild.

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Man sollte bedenken, dass eine Heirat in Deutschland nur dann als geschlossen gelten kann, wenn das Standesamt seinen Stempel auf ein Papier gemacht hat. Viele Menschen halten ohnehin zum Teil ihre kirchliche Feier oder eine private Feier erst Monate danach ab. Und glauben Sie uns, auch diese Partys haben es in sich und stehen einer am gleichen Tag in nichts nach. Das heißt: Es ist überhaupt kein Problem die Feier zu einer Zeit nachzuholen, wenn der ganze Spuk hoffentlich mal vorbei ist.

Zudem muss man bedenken, dass es auch zahlreiche Paare gibt, die ihre Trauung im engsten Kreis und nur in der kleinstmöglichen Gesellschaft abhalten. Es kommt nicht immer auf die Quantität und die Größe eines Ereignisses an. Sondern wichtig ist es wer da ist und ob die Menschen dort einen glücklich machen.

Sehr wichtig ist auch zu bedenken, dass die Hochzeit für viele im Nachhinein gar nicht für immer als der schönste von allen wahrgenommen wird. Untersuchungen zeigen, dass die Geburt von Kindern ein deutlich intensiveres Ereignis sein kann. Ein neues Leben zu erschaffen und zu erleben, wie es sich seinen Weg in die Welt bahnt ist pure Magie. Nun hat natürlich nicht jeder Heiratswillige Kinder. Aber für alle jene, bei denen das der Fall sein wird, wird auch ganz schnell der Ärger über “damals, als die Hochzeit geplatzt ist” ganz schnell verfliegen.

Und, als letzter Gedanke: Es gibt zahlreiche Paare, die es bereuen eine große Hochzeit gehalten zu haben. Der Stress, das Chaos, von allen angeschaut zu werde – das ist nicht für jeden Charakter etwas. Man könnte also sagen: vielleicht war es besser so?

Wie sehen Hochzeiten in der Zukunft aus?

Das ist äußerst schwer zu sagen. Das hängt davon ab, wie sich das mit der Pandemie entwickelt. Es kann sein, dass wir uns daran gewöhnen müssen, das große Events nur noch mit FFP2-Maske im Gesicht ablaufen. Es kann aber auch sein, dass in zwei oder drei Jahren niemand mehr an Covid-19 denkt und das alles wie ein böser Traum erscheint. Die Zeit wird es zeigen. Wie es auch kommt, eines ist klar: das Gelingen einer guten Ehe hängt sicherlich nicht von der Qualität der Hochzeitsfeier ab, sondern davon, wie die Liebe zwischen den Eheleuten gepflegt wird.